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6. Genussmittel, Drogen und Medikamente

Kaffee/Tee - Nikotin/Alkohol - Medikamente - Impfungen

Die am häufigsten konsumierten Genussmittel sind sicherlich Kaffee und schwarzer Tee. Durch ihre anregenden Inhaltsstoffe können sie bei schwangeren Frauen zu Blutdruckerhöhungen sowie beim Ungeborenen zu Unruhe führen. Bei einem mäßigen Konsum - nicht mehr als zwei Tassen pro Tag - sind diese unerwünschten Nebenwirkungen bei gesunden Frauen nicht zu befürchten. 

Achtung! Vorsicht ist allerdings geboten, wenn bereits ein Schwangerschaftshochdruck besteht. In diesem Fall sollte auf den Kaffee- oder Schwarzteekonsum ganz verzichtet werden, gleiches gilt für Frauen mit Blutarmut, da sowohl Kaffee als auch schwarzer Tee die Eisenaufnahme im Darm erschweren.


Zu den sogenannten "Alltagsdrogen", die von den meisten Menschen gar nicht als solche eingestuft werden, gehören Nikotin und Alkohol.

Zigarette In der Literatur ist vom kompletten Verzicht auf beide Drogen, wegen der bereits in kleinsten Mengen nachgewiesenen Fruchtschädigung,

Glas Wein

bis hin zum unbedenklichen Konsum von einem Glas Wein, Bier oder Sekt sowie 3 - 5 Zigaretten pro Tag die Rede. 

Ohne Zweifel sind aber mögliche Schwangerschaftskomplikationen durch Alkohol und Nikotin: 

Achtung! erhöhtes Fehl-, Früh- und Totgeburtsrisiko
Achtung! kindliche Mangelentwicklung
Achtung! Intelligenzdefekte
Achtung! Schädel- und Gesichtsanomalien
Achtung! Herzfehler

Auch auf die zu erwartenden Entzugssymtome des Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt muss hingewiesen werden. Außerdem führt insbesondere Nikotin zu einer Gefäßverengung, und begünstigt dadurch eine Minderdurchblutung des Mutterkuchens und einen Bluthochdruck. Ähnliche Komplikationen gelten für den Genuss von anderen Drogen.zum Seitenanfang

Medikamente in der Schwangerschaft Bezüglich der Einnahme von Medikamenten muss dringend empfohlen werden, ausschließlich Präparate einzunehmen, die vom Arzt empfohlen bzw. verordnet wurden. 

Hierzu zählen auch die pflanzlichen Arzneien und Tees, die sich gerade in jüngster Zeit größter Beliebtheit erfreuen. Die Wirksamkeit dieser Präparate wird vom Laien oftmals unterschätzt oder ist gar nicht bekannt, so dass auch bei der unkritischen Anwendung solcher Medikamente Störungen oder Schädigungen hervorgerufen werden können. 

Weiterhin muss deutlich gesagt werden, dass auch die rezeptfrei verkäuflichen Medikamente nicht als harmlos angesehen und daher in der Schwangerschaft nicht nach eigenem Ermessen eingenommen werden dürfen. Gängige Schmerzmittel, wie Aspirin usw., sollten hier durchaus namentlich genannt werden, weil sie von vielen mit einer solchen Selbstverständlichkeit eingenommen werden, dass sie bereits als "Nahrungsbestandteil" und nicht mehr als Medikament eingestuft werden.

Als Sonderfall des Medikamentengebrauchs ist noch die Impfung zu nennen.
Grundsätzlich sollte in der Schwangerschaft so wenig wie möglich - bei einer akuten Infektionsgefahr jedoch soviel wie nötig - geimpft werden.
Achtung! Lebendimpfungen sind streng kontraindiziert, Impfungen mit inaktivierten Erregern oder deren Bestandteilen sind nach sorgfältiger Indikationsstellung möglich. Hieraus ergibt sich grundsätzlich die Empfehlung, notwendige Impfungen nach Möglichkeit vor dem Eintritt der Schwangerschaft durchführen zu lassen, bzw. bei fehlendem Impfschutz in der Schwangerschaft Infektionen vorzubeugen. Im Alltag sollten daher größere Menschenansammlungen möglichst gemieden werden und ein Kontakt zu Menschen mit bekannten Infektionserkrankungen unbedingt unterbleiben. Von Reisen in Endemiegebiete muss in der Schwangerschaft abgeraten werden.


Die Zusammenfassung entstand unter Verwendung des Buches "Schwangerenvorsorge" von Sabine de Wall, Michael Glaubitz aus der Bücherei der Hebamme, Band 6, Verlag Enke, 1997.

 
 
Letzte Aktualisierung/Revision: 16.02.2007
 
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