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Das Hauptsymptom
"Hitzewallung" ist meist mit "Schweißausbrüchen" - vor allem in der Nacht - verbunden. Ein Gefühl von
Hitze, das wie eine Welle durch den Körper geht, meist vom Kopf, vom Hals oder der Brust
ausgehend. Die Frauen bevorzugen kalte Räume und neigen dazu die Fenster offen zu halten,
was z.B. in einem Büro für Kolleginnen zur Belastung werden kann. Die Hitzegefühle
selbst dauern meist nur einige Minuten, wobei Freude, Stress, Nikotin oder Alkohol die
Häufigkeit der Hitzewallungen erhöhen. Die Ursache dieser Gefühle ist nicht
restlos geklärt. Man nimmt an, dass durch den Entzug von Östrogenen die
Nerven-Überträgerstoffe im Temperaturzentrum aus dem Gleichgewicht geraten.
Schlafstörungen
Ebenfalls durch den
Östrogenentzug kommt es zu einer Verkürzung der 1. Schlafphase (REM), welche in besonderem Ausmaß für die Erholung des
Gehirns notwendig ist. Dadurch werden in erster Linie Schlafstörungen verursacht.
Aber natürlich auch die Hitzewallungen begünstigen eine Störung des Schlafzyklus,
sodass letztendlich ein Schlafdefizit entsteht. Insgesamt resultieren daraus chronische
Müdigkeit, Leistungsabfall aber auch Lustlosigkeit.

Funktionsminderung und Alterung der äußeren
Geschlechtsorgane und der Scheide
(Vulvo-Vaginalatrophie)
Eine sehr häufige Erkrankung der äußeren Geschlechtsorgane und
der Scheide entwickelt sich oft erst viele Jahre nach der letzten Monatsblutung. Scheide,
Harnröhre und Harnblase nicht nur anatomisch eng benachbart, sondern sie stammen auch
beide aus der selben embryonalen Anlage, d.h. beide Organe entwickeln sich im Mutterleib
aus demselben Gewebe und die Zellen der Scheide sprechen ebenso wie die der Blase und der
Harnröhre auf weibliche Sexual-Hormone an. Fehlen einer Frau die normalerweise in den
Eierstöcken gebildeten Östrogene, so reagieren die drei Organe mit Mangelsymptomen:
Aufgrund einer Verschlechterung der Durchblutung und
Verlangsamung der Zellerneuerung kommt es zu einem Schwund des Deckgewebes, also
der Haut und insbesondere zu einer Verminderung der Gewebselastizität.
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Es handelt sich dabei um eine
fortschreitende Abnahme des Fettgewebes unter der Haut, |
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besonders des Schamhügels und der großen Schamlippen, wodurch das äußere
Genital |
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schrumpft. |
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Die Schambehaarung lichtet sich, die
Haare werden dünn und brüchig. |

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Die kleinen
Schamlippen und der Kitzler werden immer kleiner.
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Die Haut wird dünn, glänzend und verliert ihre Elastizität.
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In
einem langen und langsam verlaufenden Prozess wird dabei die Widerstandsfähigkeit
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der Haut herabgesetzt wird.
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| Bei hochgradiger Ausprägung droht schließlich eine
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Austrocknung der Geschlechtsorgane
(Lichen sclerosus et atrophicus):
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Es kommt zu einer zunehmenden Verhärtung der Haut mit einer Einengung des
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Scheideneingangs und vollständigem Schwund der kleinen Schamlippen und des Kitzlers.
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Die Folgen sind vielfältig:
Neben Ausfluss und zunehmenden Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind Trockenheit, starkes
Brennen und flohstichartige Blutungen weitere Leitsymptome. Schreitet die Erkrankung
wegen einer nicht erfolgten Behandlung fort, so nimmt die zunehmend quälend
juckende immer dünner und glänzender werdende Haut eine gelblich-weißliche Verfärbung
an. Dabei handelt es sich bereits um eine Vorstufe des Hautkrebses.
Lebt die betroffene Frau
sexuell abstinent, verklebt die Scheide schließlich völlig. Die sexuelle Vereinigung wird zur Qual und
nach dem Verkehr kommt es zu Blutungen.

Harnverlust
Harnröhre,
Harnblase(n-Dreieck) und Scheide entstammen wie gesagt aus
dem gleichen Gewebe. Eine Verminderung der Gewebselastizität führt im Bereich des
Beckens der Frau zu einer Erschlaffung des Beckenbodens. Gleichzeitig kommt
es aufgrund einer Minderdurchblutung des Gewebes zu einem Spannungsabfall der Verschlussmuskeln der
Harnröhre und zu einer Störung der Nerven, welche die Harnverhaltung- und Entleerung steuern. Harnröhre- und Blase schrumpfen und altern lange
vor der Zeit und erfüllen nur unzulänglich ihre Aufgaben. Die Blasenschleimhaut
degeneriert, wird dünn und ist überempfindlich gegen jede Volumenbelastung.
Selbst ohne
bakterielle Infektion treten bei Östrogenmangel die charakteristischen Beschwerden einer Entzündung
auf: brennende Schmerzen besonders am Ende der Blasenentleerung, häufiger auch
nächtlicher Harndrang, immer wiederkehrende Harnwegsinfekte und letztendlich auch eine
Auswärtswendung der Harnröhrenschleimhaut, die zu starkem Brennen beim Harnlassen und zu
Blutungen führen kann (Urethral-Syndrom). Ganz wichtig ist weiters, dass durch durch
langanhaltenden Östrogenmangel eine Erschlaffung des Beckenbodens (BB) mit
Lageveränderung insbesondere der Blase resultiert. Die Folge ist unwillkürlicher
Harnverlust beim Husten, Lachen, Niesen oder Heben schwerer Lasten. Ein sehr häufiges aber leider
meist verschwiegenes Problem älterer Frauen. Die örtliche Zufuhr von Sexualhormonen aber
insbesondere eine BB-Gymnastik, eventuell auch eine neuartige Operationstechnik
("TVT") kann diese Beschwerden (Belastungsinkontinenz)
meist lindern, wenn nicht gar beseitigen.
Der Ausdruck "Reizblase" wird ja häufig
verwendet. Er umfasst, was den Schweregrad betrifft, eine Vielzahl von Beschwerden,
von häufigem Harnlassen bis zu schweren Blasenkrämpfen. Die infolge Östrogenmangel
degenerierte Blasenschleimhaut ist besonders infektionsanfällig. Oft handelt es sich um
Schmierinfektionen vom After her, durch falsche oder mangelhafte Hygiene (daher immer
waschen nach dem Stuhlgang).
Daher muss bei der Abklärung all dieser Beschwerden immer eine
Infektion der harnableitenden Wege ausgeschlossen werden.

Die Osteoporose
(Knochen-Loch = POROS)
Osteoporose ist ein
mit Knochenbrüchen einhergehender Verlust
bzw. eine Verminderung der Knochenmasse, -struktur und -funktion.
Es geht dabei nicht nur Knochenmasse verloren, sondern es kommt
zusätzlich im Rahmen des Masseverlustes zu einer Änderung der Struktur und Architektur der verbleibenden Knochensubstanz (Gerüst).
Die Folgen der Osteoporose
sind in erster Linie:
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Beschwerden: |
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akute und chronische Schmerzen im
Wirbelsäulenbereich mit Bewegungseinschränkung |
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Brüche: |
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Wirbelbrüche, Unterarm- und Oberschenkelbruch nach
harmloser Gewalteinwirkung
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(Bagatelltrauma).
Ursache: Keil-, Fischwirbel oder Kompressionsbruch
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Abnahme der
Körpergröße, Rundrücken, Rumpfverkürzung
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Schräge Hautfalten beiderseits der Wirbelsäule
(Tannenbaum).
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Quere Hautfalten am Bauch, schlaffe Bauchvorwölbung.
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Kopfvorneigung mit scheinbarer
Überlänge der Arme.
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Das Herz-Kreislaufsystem
Eine bestimmte Fraktion des Fetteiweißes
(HDL) besitzt die Fähigkeit Cholesterin und andere Fette aufzunehmen. Östrogene erhöhen nun deutlich die schützende
Wirkung dieser Eiweißkörper, sodass damit der Gefäßverkalkung entscheidend
entgegengewirkt wird. Nicht umsonst ist die Häufigkeit von Herzinfarkten bei
Männern um vieles höher als bei Frauen. Andererseits gleicht sich die Erkrankungszahl
von Infarkten bei Frauen einige Zeit nach dem Wechsel (um
65 Jahre) der der Männer an.
Als zusätzlich notwendige Gelbkörperhormongabe sollte allerdings bei zu hohem
Cholesterin oder Übergewicht ein reines Progesteron - am besten in Zäpfchenform -
gegeben werden.
Bluthochdruck
Oft kommt es im Wechsel plötzlich - nicht nur aufgrund des einsetzenden Hormonmangels
- zu einem Anstieg des Blutdrucks. Das reine Gelbkörperhormon hat aufgrund seiner
entwässernden Wirkung einen Blutdruck-senkenden Effekt.
Stimme
Durch ein relatives Überangebot männlicher Sexualhormone aus der
Nebennierenrinde (NNR) und dem Eierstock kommt es bei manchen Frauen zu einer Abnahme der oberen
Stimmregister sowie zu einer Veränderung der Klangfarbe mit Tieferwerden
der Stimme (Größenzunahme des Kehlkopfes, Elastizitätsverlust der
Stimmbänder) - Sängerinnen (Stimmbandödem!)
Augen
So unglaublich es klingt, aber ein Mangel an weiblichen Sexualhormonen
führt auch zu einer verminderten Produktion von Tränenflüssigkeit mit
folgender Austrocknung und Entzündung der Augenbindehaut, damit auch zu einer
Verschlechterung der Sehschärfe. Örtlich zugeführtes Östrogen in Salbenform, kann auch
hier nach Ausschluss anderer Erkrankungen helfen.

Haut
Die Haut signalisiert dem Menschen selbst, natürlich auch dem
Mitmenschen, die beginnende Alterung. Sowohl die Abnahme der elastischen Fasern wie auch
die des Hautgerüst-Eiweißes (Kollagen) sind im wesentlichen dafür verantwortlich.
Außerdem nimmt die Dicke der Haut durch Verminderung der
Regenerationsfähigkeit der Deckzellen ab. Die Folge einer Minderdurchblutung der Haut im
Alter ist auch ein Abnahme der Schweißproduktion, damit eine mangelhafte
Durchfeuchtung der Haut (Quellung, Schutzmantel), gleichzeitig nimmt auch das
Unterhautfettgewebe ab. Insgesamt führt dies zu Faltenbildung und
Nachlassen der Hautspannung. Oft kommt es auch zu einer gutartigen Vermehrung der
Haut-Pigmentzellen und damit zu den sog. Altersflecken. andererseits
manchmal auch durch eine Abnahme der Aktivität dieser Zellen zu weißen Flecken
(Vitiligo). Bekannt ist schon lange, dass Östrogene zu einer vermehrten Wassereinlagerung
führt, damit kommt es zu einer Glättung der Haut. Hohe Dosen von Östrogenen können
aber auch zu einer Abnahme der Dicke der Haut führen, also Vorsicht.
Verstärkter Haarwuchs und Haarausfall
Wie bereits erwähnt kommt es nach dem Wechsel aufgrund einer
Restaktivität der Eierstöcke oft zu einem relativem Überschuss männlicher
Sexualhormone. Die Folge davon ist, neben der bereits besprochenen möglichen Vertiefung
der Stimme, zunehmender Haarwuchs an Oberlippe, Unterkiefer, Hals,
Brustkorb und in der Mittellinie des Bauches. Andererseits kommt es aus dem selben
Grund nach dem Wechsel zu einer deutlichen Abnahme der Schamhaare und Haare in der
Achselhöhle. Hier kann auch - neben vielen anderen Möglichkeiten - ein örtlich
wirksames Östrogen-Haarwasser nützlich sein.
Warum haben gerade Frauen im Alter Gewichtsprobleme und Männer nicht?
Die Hälfte aller Frauen, die in den Wechseljahren an einem
Östrogenmangel leiden, nehmen im Durchschnitt etwa 5 Kilogramm zu. Bei einem Viertel
beträgt die Gewichtszunahme fast 10 Kilo. Wenn man die fehlenden Hormone
sachkundig - meist in sehr niedriger Dosierung - ergänzt, so bewirkt dies eine
Stabilisierung des Gewichtes. Aber Vorsicht: auch ein Zuviel an Hormonen kann die
Lage verändern, da es zu einer vermehrten Wassereinlagerung ins Gewebe kommt. Aus diesem
Grund ist es sehr sinnvoll, bei Frauen die im Wechsel zur Gewichtszunahme neigen, gelegentlich den
Östrogen und Schilddrüsenhormonspiegel zu bestimmen.
Dem natürlichen Gelbkörperhormon kommt ein leicht harntreibender Effekt zu, womit das
Gewicht besser stabilisiert werden kann.
Warum allerdings die Frauen im Wechsel wesentlich größere Schwierigkeiten haben
als Männer im selben Alter ihr ideales Körpergewicht zu halten, ist
Inhalt vieler Forschungen, muss also noch geklärt werden.
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